Unser Kollege Jakub hat Roboter programmiert und am SICK Solution Hackathon teilgenommen. Wie ist es gelaufen?

Jakub hat eine enge Beziehung zu Innovationen Er hat Roboterarme programmiert und am SICK-Hackathon teilgenommen. Obwohl es mehrere ähnliche Hackathons gibt, die von verschiedenen Unternehmen organisiert werden, z. B. Online-Hackathons, Veranstaltungen wie der Hackathon Košice oder der Hackathon Bratislava, ging Jakub den ganzen Weg nach Deutschland, wo er und sein Team Erfolg einsacken konnten. Was der Hackathon ist, was er mit sich bringt, welche Idee sie präsentiert haben und wie der Wettbewerb ablief, das alles findest du in unserem Interview.

Wie bist du zur Programmierung von Roboterarmen gekommen?

Das habe ich in meinem früheren Job gemacht. Während meines Studiums habe ich gelernt, SPS, Roboterarme und alles im Bereich der industriellen Automatisierung zu programmieren, d.h. Sensorsysteme, Motoren usw. Das basierte auf meinem Studienfach, das sich mit der Programmierung und dem Entwurf von automatischen Anlagen befasste. Zugleich war es damals mein Hobby.

Konntest du in diesem Bereich Erfolge erzielen?

Ja, nach einer erfolgreichen Präsentation meiner Sicherheitslösung, bei der ein Laserscanner und Lichtschranken von SICK zum Einsatz kamen, kam der Vertriebsleiter des Unternehmens auf mich zu und bot mir an, an ihrer Hackaton-Ausschreibung teilzunehmen. Ich habe zugesagt, weil es eine großartige Gelegenheit war, die Forschungs- und Entwicklungsumgebung auszuprobieren, und ich wollte zeigen, dass Roboter, die eine Gefahr darstellen können, zwischen Menschen integriert werden können. Das war auch die Intention meiner gesamten Abschlussarbeit in der Schule.

Ich habe an verschiedenen nationalen Wettbewerben teilgenommen, z. B. am Wettbewerb “ Technische Idee des Jahres„. Ein Beispiel für einen anderen Wettbewerb ist ENERSOL, wo ich in der regionalen Runde mit einem Projekt über eine Fabrik gepunktet habe, die IR-Kameras einsetzt und die gesamte Produktion in Dunkelheit, ohne Menschen und sichtbares Licht, durchführt. Ich habe nicht an der nationalen Runde teilgenommen, obwohl ich nominiert war.

Hast du dich auf den Hackathon auf besondere Weise vorbereitet?

Es ist unmöglich, sich auf den Hackathon vorzubereiten, denn obwohl wir Vorlagen von verschiedenen realen Projekten hatten, sahen wir die Aufgabe erst vor Ort. Dann erhielten wir die Geräte und hatten etwa 48 Stunden Zeit, eine Lösung zu entwickeln. Danach wurden die Ideen vorgestellt, und wir warteten darauf, ob wir uns mit unserer Idee platzieren können. Das hieß für uns ein paar Tage ohne Schlaf – somit lag meine ganze Vorbereitung darin, sich vorher ordentlich auszuschlafen.

Wie waren deine Gefühle vor dem Wettbewerb?

Ich war ziemlich aufgeregt, weil ich einer der jüngsten Teilnehmer war, wenn nicht sogar der jüngste, der jemals an diesem Hackathon teilgenommen hat. Meistens nehmen daran Schüler teil, die gerade ihr Studium abschließen, und ich habe erst dieses Jahr die Mittelschule abgeschlossen. Außerdem musste ich mehr als 1000 Kilometer mit dem Auto fahren und dann stundenlang mit einem Team, das ich vorher nicht kannte, an der Lösung der Aufgabe arbeiten.

Jakub's Team CYBERVORTEX
Jakubs Team CyberVortex

Wer war in deinem Team?

Wir nannten unser Team CyberVortex und hatten fünf Mitglieder. Außer mir waren noch ein Inder mit Schwerpunkt Robotik und erweitere Realität, zwei Studenten aus Georgien, die sich auf Mathematik, Programmierung und Algorithmenentwicklung konzentrierten, und ein Student aus Bangladesch, der ebenfalls Experte für künstliche Intelligenz war. Ich denke, es war die perfekte Zusammensetzung, denn die Mathematiker haben den Algorithmus durchdacht und unsere Lösung in die AWS-Cloud „geschoben“. Dank der künstlicher Intelligenz und erweiterten Realität haben wir unser Projekt vom Computer in die reale Welt gebracht, und meine Aufgabe war es, die Informationen zu sammeln, sicherzustellen, dass jedes Teammitglied alles hat, was es braucht, und die Lösung selbst zu präsentieren.

Wer waren eure Gegner?

Der Wettbewerb war für alle offen. Die Studenten kamen aus der ganzen Welt, und das nicht nur aus der IT-Branche. Auch Personen mit nichttechnischem Hintergrund können am Hackathon teilnehmen. Dies geschieht in einer Auswahlrunde, in der beurteilt wird, ob eine Person mit einem bestimmten Hintergrund und einer bestimmten Erfahrung eine Bereicherung für die ausgewählten Themen sein könnte. Meine Bewerbung enthielt einen Schwerpunkt auf Robotik und ich denke, dass auch meine Erfahrungen mit der Systemadministration, an der ich derzeit bei msg life Slowakei arbeite, erfolgreich waren. Am Ende nahmen 107 Studenten aus 22 Ländern am Hackathon teil und bildeten 23 Teams. Für jeden Teilnehmer werden die Teilnahme und die Kosten, die nicht gering sind, voll übernommen, so dass die Auswahl sehr streng ist.

Welche Lösung habt ihr gemeinsam erarbeitet?

CyberVortex konzentrierte sich auf eine cloudbasierte Lösung, die Daten von einem autonomen Fahrzeug sammelt, visualisiert und analysiert. Somit war es notwendig, Algorithmen für die Visualisierung der Trajektorie in der 3D-Welt, die Verarbeitung der Lidar-Daten und die Übertragung in die Cloud zu entwickeln. Dabei ging es um eine Lösung, die der Automatisierung in einem SICK-Werk in Deutschland dienen sollte. Hierbei sollten sich kleine Fahrzeuge autonom bewegen können, was bereits geschieht, doch es bedarf noch einiger Änderungen. Ziel war es auch, die Identifizierung von Problemen mit AGV-Fahrzeugen zu beschleunigen.

Sehe dir das Interview mit Jakub vom Sick Hackathon an
Sehe dir das Interview mit Jakub vom Sick Hackathon an. Klicke auf das Bild, um es zu sehen.

Wer hat den Wettbewerb am Ende gewonnen?

Das Team, das die Elektroauto-App entwickelt hat. Solche Lösungen gibt es natürlich schon; der Vorteil dieser App war, dass man einen Platz reservieren kann und dann für das Aufladen an privaten Stationen, die nicht zu den großen Netzen gehören, bezahlen konnte. Nachdem der Wettbewerb beendet war, wurden die Ideen jedoch weiterhin konsultiert, und es hat sich gezeigt, dass unsere Ideen von SICK weiterentwickelt werden könnten.

Was hat dir die Teilnahme am Hackathon gebracht? Würdest du die Teilnahme an einem Hackathon anderen empfehlen?

Auf jeden Fall. Ich hatte die Möglichkeit, andere Kulturen kennenzulernen, ein Team zu koordinieren, es am Laufen zu halten und eine interessante Lösung zu entwickeln. Es ging also nicht nur um den Aufbau von Hard Skills, sondern auch von Soft Skills. All dies geschah unter Zeitdruck und ohne Schlaf. Man hat auch die Möglichkeit, talentierte Leute und Leute aus großen Unternehmen zu treffen, was alles wertvolle Kontakte sind. Ich war daher froh, dass ich teilnehmen konnte

denn außer meiner persönlichen Sichtbarkeit konnte ich auch meinen derzeitigen Arbeitgeber, msg life Slovakia, sichtbar machen. Ich hatte schon den Glauben daran verloren, dass sich große Unternehmen in der Slowakei wirklich um ihre Mitarbeiter kümmern, aber bei msg life haben sie mir eindeutig bewiesen, dass ihnen die Menschen und ihre Arbeit wirklich am Herzen liegen.

Obwohl ich Programmierung und Automatisierung studiert habe, stelle ich immer mehr fest, dass mich Projekte, die ich leiten und präsentieren kann, mehr erfüllen als das eigentliche Codieren. Das war auch einer der Gründe, warum ich meinen Schwerpunkt gewechselt habe. Wahrscheinlich passt mir die Position als IT-Administrator deshalb besser. Bei msg life Slovakia haben wir ein tolles Team und eine super Atmosphäre, was mir sehr gefällt.

Jakub, System Admin
Jakub, System Admin

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Das Team von msg life Slovakia war das erste, das eine Cloud-Lösung erfolgreich bei einem Kunden implementiert hat.

Der Wechsel von einer standartmäßigen Implementierung zu einer Cloud-Lösung ist für viele große Unternehmen ein heißes Thema. In die Liste dieser Unternehmen gehört auch eine der größten Schweizer Versicherungsgesellschaften, die zu den langjährigen Kunden von msg life zählt. Seit Anfang 2023 gab es jedoch erhebliche personelle und technische Veränderungen in diesem Projekt. Zum ersten Mal wurde die Kundenbetreuung von dem Team von msg life Slovakia unter der Leitung von Michaela übernommen. Im Sommer hat das Team erfolgreich die Migration der Version 21.4 auf 22.3 abgeschlossen und überhaupt als erstes im Unternehmen hat es geschafft, die Cloud bei einem Kunden einzuführen. „Das Projekt befand sich in einer stabilen Phase, so dass die deutsche Leitung beschloss, uns einen Großteil der Verwaltung und Entwicklung zu überlassen. Die Mitarbeiter von msg life Slovakia werden in der Regel in deutschen Teams eingesetzt, aber dies ist das erste Mal, dass es anders gewesen ist. Die deutschen Kollegen wurden Anfang 2023 durch slowakische Mitarbeiter ersetzt, wobei die deutschen Mitarbeiter nur noch eine unterstützende Funktion hatten.“ erklärt die personellen Veränderungen Miška, die als Projektleiterin tätig war. Sie hat die Führungsposition nicht zufällig bekommen, denn sie kennt das Projekt seit seinen Anfängen sehr gut:“Ich habe vor fünfzehn Jahren an dem Projekt mitgearbeitet und dort als Tester angefangen. Ich habe bei der Migration, dem Testen oder der Einführung von CorLife in der Produktion geholfen, von der der Kunde später zu msg.Life Factory gewechselt ist.“ Miška nahm in den nächsten Jahren an anderen Projekten teil, bei denen sie unter anderem Erfahrungen im Management sammelte, die sie auch in diesem Projekt einsetzen konnte.

Agilität als Schlüssel zum Fortschritt

„Nach dem Übergang von CorLife auf msg.Life Factory wurde auch das Projekt im Rahmen der Entwicklung und Leitung vom klassischen auf den agilen umgestellt. Nach meiner Rückkehr zu dem Projekt war ich anlässlich der agilen Entwicklung zunächst skeptisch. Jetzt sehe ich, dass dies, im Gegensatz zum Standardmodell, der Projektdynamik sehr hilft. Dies spiegelte sich auch in der Personalstruktur wider. Hierarchische Unterschiede wurden beseitigt, und die Beziehungen haben sich gefestigt. Jeder im Team ist gleichwertig, d. h. jeder übernimmt Verantwortung und trägt aktiv zum Fortschritt bei. Das bringt nicht nur das Projekt voran, sondern auch jeden Kollegen in seiner Karriere,“ meint Michaela. Neben ihr sind auch der Product Owner Michal und der Scrum Master Peter neu im Projekt.. „Michals Aufgabe besteht hauptsächlich in der Kommunikation mit dem Kunden. Er muss die Anforderungen gut verstehen, sie an das Team weitergeben und den Überblick über das Produkt behalten. Peters Aufgabe besteht in erster Linie darin, das Team zu koordinieren, für seine effiziente Arbeitsweise, die Zufriedenheit der Kollegen und die Einhaltung der agilen Prinzipien zu sorgen,“ erklärt Miška. Das gesamte Team besteht aus etwa 14 Mitgliedern. „Es wird oft gezeigt, wie unersetzlich Programmierer oder Tester sind. Ich schätze besonders ihre Bereitschaft und ihr Engagement, manchmal über das normale Maß hinauszugehen. Es ist toll, dass wir Kollegen im Team haben, auf die man sich in einer kritischen Situation verlassen kann. Darüber hinaus erhalten wir oft Unterstützung von Mitarbeitern aus anderen Projekten, die uns ebenfalls bei der Bewältigung der Herausforderungen der Umstellung auf die Cloud helfen,“ fügt Miška hinzu. Dies ist eine weitere wichtige Änderung des Projekts.

Erfolgreiche Einführung der Cloud

Obwohl das Team von Michaela an einem stabilen Projekt arbeitet, hatte es bereits im Sommer eine der größten Herausforderungen vor sich. „Wir haben nicht nur mehrere Änderungen auf einmal eingeführt und dabei mehrere Versionen übersprungen, sondern sind auch in die Cloud übergegangen. Bei großen Versicherungsunternehmen steckt dies noch in den Kinderschuhen, und meist kümmern sich die Kunden selbst um einen solchen Übergang. Es war also insgesamt ein Novum in unserem Unternehmen. Wir mussten uns also mit verschiedenen Herausforderungen auseinandersetzen, wie z. B. der richtigen Systemkonfiguration, der Erstellung von Images in der Cloud oder der vorübergehenden Unmöglichkeit, das System vollständig in unserer Cloud zu testen,“ fügt Miška hinzu. Und wie es scheint, hat das Projekt trotz aller Herausforderungen bereits erste Erfolge geerntet. „Die Umstellung auf Version 22.3 hat ein Ergebnis gebracht, das unsere Erwartungen übertrifft. Trotz der relativ kurzen Testphase und der umfangreichen Änderungen konnte die neue Version mit Cloud ohne größere Komplikationen eingeführt werden. Wir haben nicht nur dem Kunden bewiesen, dass wir ein geeigneter Partner sind, sondern auch unseren deutschen Kollegen, dass wir die Herausforderungen, die dieses Projekt mit sich bringt, meistern können,“ ergänzt Michaela. Dazu tragen neben der Chemie und der Motivation unserer Kollegen auch die regelmäßigen Kundenworkshops mit unserem Team bei, die in der Schweiz und in Bratislava stattfinden. Ihr Thema ist die weitere gegenseitige Zusammenarbeit, Testeffizienz, kontinuierliche Lieferungen sowie die Verbesserung der Qualität der angebotenen Lösungen. „In diesem Fall handelt es sich zudem um einen ganz besonderen Kunden. Wir kennen uns nicht nur seit vielen Jahren, sondern er ist auch sehr hilfsbereit und kooperativ. Dies ermöglicht uns auch die Anwendung agiler Entwicklungs- und Managementmethoden,“ fügt sie hinzu. Laut Miška ist das Projekt derzeit stabilisiert und eine Erweiterung ist noch nicht geplant. Nachdem die Kundenanforderungen vor kurzem erfolgreich umgesetzt wurden, werden nun weitere Aufgaben in Angriff genommen. Bald aber feiert die Versicherungsgesellschaft ihr rundes Jubiläum, was auch für unser Unternehmen weitere interessante Themen bringen kann.